Besuch im Bettendorfschen Schloss

Zum Jahresabschluss besuchte der erweiterte Vorstand von KulturGut e.V. das barocke Bettendorfsche Schloss in Gissigheim.

Im Hinterhof des Schlosses

Es wurde ca. 1725 von Johann Philipp und Maria Anna Josepha von Bettendorf erbaut. Nach kurzer Zeit im Besitz des badischen Staates kaufte 1844 die Gemeinde Gissigheim das Gebäude, um dort Rathaus und Schule einzurichten.
2020 begann die dringend notwendig gewordene Sanierung des Daches und der Fassade.
Inzwischen ist die vorbildliche Restaurierung dieses das Ortsbild prägenden Gebäudes vollendet.

Die frisch restaurierte Fassade

Dipl. Ing. und Restaurator im Zimmererhandwerk Uwe Walzenbach als Vertreter des Schlossvereins führte uns freundlich und fachkompetent durch das riesige und verschachtelte Gemäuer. Er zeigte uns die vielen Räume, einige davon mit exzellentem Stuck ausgestattet. Dabei erläuterte er die Baugeschichte und den spannenden Verlauf der Restaurierung.
Besondere Beachtung fand der bewundernswert aufwändige Dachstuhl, an dem Herr Walzenbach auch die verschiedenen Bauphasen erklären konnte.

Blick in einen Teil des Dachstuhls / Treppe mit Blockstufen

Voraussetzung für die gelungene Restaurierung war – neben der Beschaffung der Gelder – die umfangreiche restauratorische Untersuchung des Gebäudes durch Restaurator Michael Bronold aus Gerlachsheim.
Ein besonderes Schmuckstück bildet die erneuerte und wunderschön farblich gefasste Madonna an der linken Ecke der Fassade.

Die farblich gefasste barocke Madonna an der Fassade

Der Besuch in Gissigheim ist ein weiterer Schritt zur Vernetzung der Initiativen für die Rettung der barocken Gebäude in der Region.
Ein Gegenbesuch des Schlossvereins im Buchlerhaus in Gerlachsheim ist vorgesehen.